Dienstag, 4. März 2008

136. Tag

Haha. Ich hab vor mehr als zwei Monaten eine email Einladung verschickt. Heute ist sie angekommen.
Werden emails jetzt von der österreichischen Post verschickt?

135. Tag

Ich hatte heute einen unglaublichen Schultag. Es ist so gut gelaufen, wie seit Wochen nicht mehr.
Der eigene Körper ist so spannend. (Schon wieder.)
Ich hatte heute eine unbeschreibliche Erfahrung. Manchmal kann man Sachen, die man eigentlich nicht kann. Ich weiß nicht recht, wie ich es beschreiben soll. Die konkrete Situation zu beschreiben ist zu kompliziert.
Nehmen wir als Beispiel jonglieren.
Du kannst nicht jonglieren, obwohl du physisch dazu in der Lage bist. Eine mentale Blockade hindert dich irgendwie daran.
(Jonglieren ist ein schlechtes Beispiel, aber da ich es gewählt habe, bleib ich nun dabei.)
Irgendwie bringt dich jemand dazu, dich z.B. auf deine Füße zu konzentrieren, kurz bevor du zu jonglieren beginnst.
Weil deine Konzentration völlig auf deine Füße gerichtet ist, kannst du auf einmal jonglieren. Denn dein Körper kann es, wenn nicht dein Kopf dazwischen funkt. Das an sich ist schon erstaunlich, doch es wird noch besser.
Ein Teil von deinem Kopf weiß, dass du jonglierst, obwohl du es eigentlich nicht kannst. Und er weiß auch, dass du es kannst, weil du dich auf etwas anderes konzentrierst. Um weiter jonglieren zu können, zwingt dich dieser Teil in deinem Kopf dazu dich weiter auf deine Füße zu konzentrieren.

Aber es wird noch eigenartiger. Sobald du mit jonglieren fertig bist, bemerkst du, dass du eben jongliert hast, obwohl du es nicht kannst. Und du bemerkst auch, dass du es mitbekommen hast, aber nicht so richtig. Dass du es nicht richtig mitbekommen wolltest, um es weiter machen zu können.

Beflügelt von diesem geglückten Versuch, wagst du es erneut. Vergeblich.

134. Tag

„Weil des Leben a Schahs is. Von oana Katastrophn in die andere. Und dazwischen is fad.“

Ich hab heute „Hader muss weg“ gehört. Gefällt mir nicht ganz so gut, aber das ein oder andere Kleinod findet man doch.

133. Tag

„Love is the bridge“

Dem Technik-Drill an unserer Schule wird durch einen dreitägigen Theorie Input entgegengewirkt. Dazu kommt DER Theaterwissenschaftler aus Italien. Den Namen hab ich vergessen.
Inzwischen tut es mir leid, denn so kann ich niemanden mehr vor ihm warnen. Wenn ihr jemals einen Kerl trefft, der aus Italien kommt und über „Voice and Theatre“ spricht, so nehmt die Beine in die Hand und lauft.

Heute ist der dritte und letzte Tag. Und mein freier Tag. Ich hab die Beine in die Hand genommen, bin aber nicht gelaufen.
Ich bin in Embryonalstellung im Bett liegen geblieben.
Einzig aufgestanden, um Nahrungsmittel zu kaufen. In der kilometerlangen Warteschlange hab ich dennoch meinen Theorie Input erhalten. (Vor manchen Dingen kann man nicht davonlaufen.)
Die alte Frau hinter mir hat mich angequatscht. Dann ist es losgegangen. Über Gott, Jesus und meine Sünden.
Sie hat mir schlussendlich ein neues Testament in die Hand gedrückt und ständig wiederholt: „It’s a sign that I met you. It’s a sign. I could have taken another queue, but I took this and I talked to you. It’s a sign.”

Ich glaube an Zeichen. Und daran, dass man sie erst im Nachhinein erkennt. Von allen Menschen, die mich bisher angeredet haben, haben vielleicht 2 % mein Leben merklich beeinflusst.
Danach waren die Zeichen unübersehbar.
Vorher hab ich mir gedacht: Bitte halt doch die Pappn.
Meine verdammte Höflichkeit hat mich davon abgehalten es zu sagen.

Wenn das nächste Mal jemand sagt: „It’s a sign.“ Sag ich: „I’m just too polite to tell you to shut up.“

132. Tag

„hey I put some new shoes on and suddenly everything is right“
Das erste Mal in meinem Leben bin ich auf einer Gästeliste. Zusammen mit der Mime-Gang.
Der Flyer zur Party verspricht London’s hottest DJs.
Leider gelogen.

Der Mythos London.
Ich hab mit einigen Menschen ein wenig über den Mythos London philosophiert. Anstoß war der Umstand, dass einige denken, dass London cool und hip und spannend und bla bla bla ist.
Manchmal ist es das auch, aber manchmal ist es auch fad.
Aber manchmal ist es auch hip und cool.
Es ist schwer zu sagen, warum.
Denn manchmal ist auch Hall hip und cool und ein schöner Platz.
Nein, ich möchte hip und cool zurückziehen.

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